[kollege]

Wenn wirklich etwas unklar geblieben ist, kann Lilias nicht-gehörlose Tochter Laura helfen. Sie arbeitet ebenfalls im Heidelberger H&M-Store, und beherrscht die Gebärdensprache natürlich perfekt.
Zwar bekommt jeder Gehörlose von der öffentlichen Hand einen Dolmetscher gestellt, der ihn durch regelmäßige Besuche bei der Kommunikation im Store unterstützt.

Das Übersetzen ist aber eine komplexe Aufgabe.

„Die Gebärdensprache kennt lange nicht so viele Vokabeln wie die gesprochene Sprache; auch die Grammatik und der Satzbau sind wesentlich einfacher. Ein Dolmetscher kann also nicht einfach Wort für Wort übertragen“, erklärt die Inklusionsbeauftragte Iris Meuer.

„Um die Inhalte wirklich korrekt zu verdeutlichen, muss er unser Unternehmen sehr gut kennen.“

Der bereitgestellte Dolmetscher kann zudem nicht ständig vor Ort sein. „Also sucht sich jeder Gehörlose einen Mitarbeiter, den er dank dessen Mimik, Gestik oder Lippenbewegungen gut versteht. An den wendet er sich, wenn kein Übersetzer da ist. Laura ist ein einer solchen Konstellation ein absoluter Glücksfall, aber auch mit anderen Kollegen klappt die nonverbale Kommunikation prima.“